Milch, Fleisch und Eier - ja oder nein?

  • Hallo zusammen,


    ich bin ganz neu hier im Forum.
    Ich habe eine UF und seit vier Jahren Hashi (es wurde aber erst vor wenigen Wochen durch Zufall auf einem alten Befund entdeckt)


    Mich beschäftigt eine Frage, die mich nicht mehr zur Ruhe kommen lässt und für meinen derzeit nicht besonders guten Zustand auch nicht förderlich ist.
    Ich hoffe, ihr könnte mir weiterhelfen.


    Überall bekommt man gesagt (außer von den Ärzten), bei Hashi keinerlei Jod. Ok, das ist vollkommen klar. Dann: auf Gluten verzichten. Ok, das mache ich seit zwei Wochen.
    Aber: keine Milchprodukte, kein Fleisch, keine Eier..., außer man habe einen Bauern, der Mineralffutter ohne Jod verfüttert.
    Ich verzweifele!!!


    Egal bei welchem Bio- oder Ökobauern ich nachfrage - alle verfüttern Mineralfutter MIT Jod. Ohne ist nicht aufzutreiben.


    Meine Ernährung ist derzeit dermaßen einseitig, dass ich allmählich schon gar nichts mehr essen mag. Gemüse, Gemüse, Gemüse, glutenfreies Brot, etwas Käse aus Frankreich und eine Rügenwalder Streichwurst, ein paar glutenfreie Nudel mit ebensolcher Soße und Kartoffeln.


    Hinzu kommt, dass ich aufgrund dieser sehr einseitigen Ernährung auch abnehme (ich wiege nur noch 54 kg).


    Könnt ihr mich mal richtig aufklären?
    Darf man tatsächlich keine Milchprodukte, Eier, Fleisch etc. mehr essen, wenn die Tiere mit jodhaltigem Futter gefüttert werden?


    Danke für eure Hilfe.


    Liebe Grüße :Vollpanik:

  • Hallo lilalaune,


    willkommen im Forum! :Wink:


    Doch, du darfst schon Milch, Eier und Fleisch essen, wenn du sie verträgst. Manche Hashimoto-Erkrankte sind außerordentlich empfindlich, was Jod betrifft, manche haben überhaupt keine Probleme.


    Sinnvoll ist, dass du keine Nahrungsergänzung mit Jod einnimmst und selbst kein jodiertes Salz verwendest. Und jodhaltiges Kontrastmittel ist auch zu vermeiden.


    Ansonsten gilt: einfach ausprobieren!


    Glutenfrei ist übrigens auch kein Muss, es sei denn, du hast Zöliakie.


    Essen soll ja auch Spaß machen, also lass dir nicht zu viel "ich darf nicht" einreden.
    Was dir gut tut oder keine Probleme bereitet, das darfst du auch.


    LG, wellgunde

  • Hallo wellgunde,


    herzlichen Dank für deine Antwort :).


    Ich leide nicht an Zöliakie (gibt es allerdings in meiner Familie - mein Enkelkind hat es).
    Die Ärzte vermuten, dass es von meiner Seite aus kommt, denn bei ihm ist es angeboren.
    Getestet wurde ich nicht (ich hab mich gedrückt) war allerdings einmal zur Befragung mit in der Klinik und dabei meinte die Ärztin, dass es wahrscheinlich sei, dass ich es hätte (aufgrund der Symptome: Blähbauch, Müdigkeit nach dem Essen, immer wieder mal Durchfälle, Magendrücken...).


    Ich hab die Gluten weggelassen, nachdem es mir zunehmend schlechter ging mit meiner ÜF und Hashi, weil man es halt auch überall liest, dass es da einen Zusammenhang gäbe.


    Was mir aber echt zu schaffen macht, ist, dass ich allmählich Panik habe überhaupt was zu essen, weil selbst die Futtermittel jodiert sind und zusätzliches Jod ja sehr schadet.
    Ich möchte auch nicht dauerhaft auf Fleisch oder ähnliches verzichten, denn auch wenn ich gerne Gemüse esse, hab ich auch gerne mal was anderes.


    Es verunsichert mich total und seit ich mich so magerköstig ernähre, hab ich irgendwie Watte im Kopf (schlimmer als sonst).


    Liebe Grüße


    lilalaune

  • Von mir auch ein herzliches Hallo :Wink:


    Wie Wellgunde schon schrieb, du darfst das essen, du musst probieren, bei welcher Ernährung du dich am besten fühlst. Wir diskutieren die Fragen, die dich auch beschäftigen, viel im Forum, denn natürlich haben viele den Eindruck, es bleibt kaum noch etwas übrig, was wir essen dürfen. Aber sich einseitig ernähren, ungewollt abnehmen und dadurch immer schwächer werden, verbessert ja nicht die Gesundheit, was doch aber unser Ziel ist.


    Stöbere im Forum, probiere bei welcher Ernährung du dich gut fühlst, diskutiere mit uns, manchmal braucht es Zeit, bis eine Lösung gefunden ist.


    Liebe Grüße
    Anaelle

  • Dankeschön Anaelle :).


    Ich denke auch, ich muss es durchtesten - puh, was für ein Berg.


    Vielleicht ist es eine Idee, Fleisch, Milch und Eier erst einmal nur noch beim Bauern zu holen (mehr an Jod wie im Laden kann es wohl kaum enthalten).
    Gemüse hab ich NOCH im Garten :-).


    Eine Frage: Ist es irgendwie sinnvoll (wenn man keine "nachgewiesene" Zöliakie hat), zwischen glutenfrei und normal abzuwechseln?
    Oder ist das ein sinnloses Unterfangen?


    Liebe Grüße


    lilalaune

  • Zitat von lilalaune

    Eine Frage: Ist es irgendwie sinnvoll (wenn man keine "nachgewiesene" Zöliakie hat), zwischen glutenfrei und normal abzuwechseln?
    Oder ist das ein sinnloses Unterfangen?


    Nicht sinnvoll.
    Wenn es dir glutenfrei besser geht - bleib dabei.


    ABER:
    Falls du eine Diagnose möchtest (das wäre bei dem, was du schreibst, extrem sinnvoll!), musst du dich davor erstmal wieder eine ganz Weile glutenhaltig ernähren.
    Ich würde dir wirklich zu einer sauberen Diagnostik raten, denn falls du tatsächlich Zöliakie hast, darfst du auf keinen Fall mehr glutenhaltig essen (aber das weißt du wahrscheinlich).


    Wegen Jod: Iss doch erstmal ganz normal. Und nur, wenn es dann überhaupt Probleme gibt (über die mögliche Zöliakie hinaus), würde ich anfangen, auf die Suche nach dem Auslöser zu gehen.
    Panik wegen Jod ist absolut unangebracht!


    LG, wellgunde

  • Hallo Lilalaune,


    mein Tip an dich ist, dein Befinden und Reaktionen auf versch. Lebensmittel im Auge zu behalten. Ohne Angst, mehr mit einer interessiert/neugierigen Haltung: 'Hmm, mal sehen wie wohl dieses Lebensmittel mir bekommt'.
    Es koennte sein, dass eine verstaerkte aengstliche Erwartungshaltung Reaktionen mit auslöst.



    Relax! ;)


    Ceili xx

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